DIE WELT. Gericht zum Rapper-Streit Bushido/Fler: Kinder sind tabu.
Marcus S. Kleiner im Gespräch mit Hannes Stepputat und Britta Schultejans
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DIE WELT. Gericht zum Rapper-Streit Bushido/Fler: Kinder sind tabu.

DIE WELT. Gericht zum Rapper-Streit Bushido/Fler: Kinder sind tabu.

Marcus S. Kleiner im Gespräch mit Hannes Stepputat und Britta Schultejans

Quelle: Die Welt

Beleidigungen und Diffamierungen haben im Rap eine lange Tradition``, sagt Marcus Kleiner, Medienwissenschaftler und Experte für populäre Medienkulturen an der SRH Berlin University of Applied Sciences.
Der Battle-Rap war früher einmal dafür da, dass man sich nicht schlägt, sondern den Streit in einem Rap-Wettkampf mit Worten austrägt``, erklärt Kleiner.
Heute seien die Zusammenhänge komplexer und drastischer. Er sieht eine Art Dreiklang: Diss-Rap, zugehöriges Musikvideo - und eine Fortsetzung des Streits auf Instagram und Co. Eigentlich gehe es um die Auseinandersetzung zweier Kunstfiguren in einem Song, durch die dritte Social-Media-Ebene aber finde dieser künstliche und künstlerische Streit dann den Weg in die Realität.
Klassische Medien sprängen darauf an und trügen dazu bei, ein subkulturelles Thema zu einem gesellschaftlich relevanten zu machen. In einem juristischen Streit wie nun in München geht es für Kleiner auch immer um einen „Marketing-Effekt: Mehr Aufmerksamkeit für beide Seiten, Bushido und Fler. Und Aufmerksamkeit dieser Art kann für beide Seiten eben auch zu einer Einnahmequelle werden.“