COSMOPOLITAN. „Alle im Wunderland. Festivals der Superlative“. Marcus S. Kleiner im Interview mit Lisa Hechenberger
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COSMOPOLITAN. „Alle im Wunderland. Festivals der Superlative“. Marcus S. Kleiner im Interview mit Lisa Hechenberger

COSMOPOLITAN. „Alle im Wunderland. Festivals der Superlative“. Marcus S. Kleiner im Interview mit Lisa Hechenberger

Marcus S. Kleiner im Interview mit Lisa Hechenberger

Quelle: COSMOPOLITAN, Juli 2019, S. 37-38.

„,Alkohol und Drogen sind beliebte Erlebnisbeschleuniger‘, erklärt Prof. Marcus S. Kleiner, Medien- und Kulturwissenschaftler an der SRH Hochschule der populären Künste Berlin. ,Man fühlt sich noch losgelöster und hat vermeintlich eine noch bessere Zeit.‘

(…)
,Exklusivität und Knappheit und sind zentrale Trigger‘, kommentiert Marcus S. Kleiner. Und zwar bei all den schnell ausverkauften großen Festivals. Das Paradoxe aber an der aktuellen Art zu feiern: ,Jeder Mensch will etwas Besonderes sein, ist aber gleichzeitig ein Herdentier.‘ Alle Eskapismus-Jäger wollen der Uniformität des Alltags entfliehen, unterwerfen sich dabei einem unausgesprochenen Festival-Dresscode, der dann stolz präsentiert wird: ,Die Serialität des Postings löscht jede Art von Individualität aus‘, so der Experte. „Wenn alle das gleiche ‚Pic of the day‘ posten, killen sie nicht nur das Erleben, sondern auch den Mythos und das Besondere,“ sagt er. Und das sind Dinge und Gefühle, die sich technisch ohnehin nicht reproduzieren lassen.“