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September 2016

30.09.2016 Vortrag und Panel im Kontext der Jahrestagung der “Gesellschaft für Medienwissenschaft” (GfM) an der FU Berlin (28.09.-01.10.2016), Schwerpunkt: “Kritik”30.09.2016 Vortrag und Panel im Kontext der Jahrestagung der “Gesellschaft für Medienwissenschaft” (GfM) an der FU Berlin (28.09.-01.10.2016), Schwerpunkt: “Kritik”

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29.09.2016 detektor.fm Die Zukunft des Popsongs – 31 Sekunden? Wie Streaming die Popmusik verändert. Marcus S. Kleiner im Gespräch mit Jakob Bauer

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detektor.fm

27.07.2016 Marcus S. Kleiner über Analog-Hipster und zur Frage: Warum wir Tapes lieben? Ein Interview mit Henrike Möller

in: tip

Zitat:
„Natürlich kaufen auch Leute Tapes, die diese Zeit überhaupt nicht miterlebt haben. Die Retro-Begeisterung dieser „Analog-Hipster“ sei weniger Rückerinnerung als Heraufbeschwörung eines utopischen Ortes, glaubt Marcus S. Kleiner, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Hochschule der populären Künste in Berlin (hdpk). Analoge Dinge wie Kassetten, Vinyl und Polaroid-Kamera stehen in den Augen der Liebhaber für eine Zeit, die schöner, wertiger, besser war als das Jetzt. „Je weniger Zukunft, umso mehr Nostalgie“, bringt Kleiner die Formel auf den Punkt. Die Kassette kann aber auch als Statement gegen die Flüchtigkeit unserer Zeit gesehen werden. „Sie fordert vom Hörer eine viel intensivere Beschäftigung“, sagt Kleiner. „Man muss sich darauf einlassen. Man muss sie linear hören, von Anfang bis Ende.“ Ein Rezeptionsverhalten, das wir Shufle-Player gar nicht mehr gewöhnt seien. An die Macher-Seite stellen Tapes ebenfalls hohe An-forderungen. Track-Auswahl, Track-Reihenfolge, persönliche Ansagen – alles muss wohlüberlegt sein. Im Gegensatz zu digitalen Datenträgern sind analoge schließlich nicht unendlich modifizierbar. Die Digitalisierung habe zudem ein neues Bedürfnis nach Haptik geweckt, erklärt Kleiner. Bei Kassetten ist Musik mehr als nur ein schneller Mausklick auf einen bestimmten Song in der Playlist; Musik wird multisensorisch, birgt etwas zum Anfassen und zum Bestaunen.“

16.09.2016 SWR3 New Pop Festival – EinsPlus-Fernseh-Interview zur Bedeutung von Musikfestivals für die Musikindustrie und die Rolle von Social Media beim Karrierestart von Popmusikern am Beispiel von Zara Larsson. Marcus S. Kleiner im Gespräch mit Fred Peters.

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16.09.2016 SWR3 New Pop Festival-Radio. Marcus S. Kleiner über das SWR3 New Pop Festival 2016: Wer ist der größte Star? So wichtig sind Konzerte! Moderation: Volker Janitz

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SWR3 Ansichtssache

05.09.2016 SWR3 Ansichtssache im SWR3 Club (18-22 Uhr). Kann man Social Media noch trauen? Marcus S. Kleiner im Gespräch mit Stefanie Tücking

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SWR3 Ansichtssache

04.09.2016 Marcus S. Kleiner über die Veränderungen der Musikfestival-Kultur nach dem Katastrophen-Sommer 2016. Ein Interview mit Johannes Bruggaier

in: Südkurier

Zitat:
„Marcus S. Kleiner, Experte für Populäre Medienkulturen an der SRH Hochschule der populären Künste in Berlin, glaubt fest daran. Festivals unter freiem Himmel, sagt er auf Anfrage, stelle eine der wichtigsten Einnahmequellen der Musik-Industrie dar. Allerdings werde sie in Zukunft anders aussehen als heute. „Die Festival-Landschaft wird sich ausdehnen, aber wegkommen von großen Formaten wie Rock am Ring oder Southside“, sagt Kleiner. Stattdessen werde es viele kleine Special-Interest-Veranstaltungen geben: „Da geht es dann nicht nur um Musik, sondern um eine ganze Lebensart, vom veganen Kochen bis zu bestimmten Sportangeboten.“ Vorbild sei etwa „A Summer‘s Tale“ in Luhmühlen oder auch das schon seit Ende der 90er-Jahre bestehende Orange-Blossom-Festival in Beverungen.
(…)
Dennoch dürfte Kultur unter freiem Himmel schon bald ein teures Vergnügen werden. Ob für Theater, Klassik oder Pop: Die Publikumssicherheit steht nach dem verregneten Sommer im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Das vorzeitig abgebrochene Festival Rock am Ring, sagt Kleiner, sei für die gesamte Branche ein mahnender Zeigefinger: „Versichert euch besser! Investiert mehr in die Sicherheit!“
(…)
Doch solche Unwägbarkeiten werden Veranstalter nach Kleiners Ansicht nun wohl in Kauf nehmen müssen: „Niemand kann sich mehr damit herausreden, dass mit einem Gewitter nicht zu rechnen gewesen sei.“
(…)
Dass es Kultur unter freiem Himmel auch weiterhin geben wird, steht nach Ansicht des Festival-Experten Kleiner außer Frage. Wer nach Klang-Qualität fragt, der hat für ihn gar nicht erst verstanden, worum es bei so einer Veranstaltung geht: nämlich um eine Auszeit vom Alltag. Schon allein der Zeltplatz eines Rock-Festivals sei das Versprechen auf eine eigene Lebenswelt fernab der Schulen, Universitäten und Großraumbüros. „Du bist mal für drei Tage raus aus dem Alltag, machst schon morgens um neun das erste Bier auf und schmeißt dich in den Schlamm: Das ist ein intensives Sonderleben.“

02.09.2016 Marcus S. Kleiner über den Anti-AfD-Song „Wähl die AfD“ von Jennifer Rostock. Ein dpa-Interview mit Teresa Dapp

Abgedruckt u.a. in: nmz online

Zitat:
„Jennifer Rostock hätten sich die Mühe gemacht, das Parteiprogramm zu lesen, und die wichtigsten Aspekte über einen Popsong einfach zugänglich gemacht, sagt Marcus Kleiner, Experte für Populäre Medienkulturen.
Damit hätten Wähler tatsächlich die Chance, sich ein Bild zu machen. „Das ist selten – meistens werden die einen bestätigt und die anderen interessiert es nicht.“ Ob der Text das Wahlprogramm korrekt wiedergibt, ist allerdings umstritten. Die Junge Alternative, die AfD-Jugendorganisation, ist jedenfalls anderer Meinung.
Politik und Pop passen gut zusammen – und das schon lange. Da sind die Lieder der Friedensbewegung und politische Musiker wie Konstantin Wecker oder Ton Steine Scherben. Es sei kein Zufall, dass den meisten Leuten zuerst linke Künstler einfielen. „Die links-intellektuelle Popmusik ist stärker medialisiert“, sagt Pop-Experte Kleiner, der Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der SRH Hochschule der populären Künste in Berlin ist. „Die rechte Popmusik wird stärker stigmatisiert, aber weniger differenziert analysiert.“
In den Medien landet rechte Musik etwa, wenn die NPD auf Schulhöfen CDs verteilt. Musik könne durchaus den Weg in eine bestimmte Gesinnung ebnen, sagt Pop-Experte Kleiner. „Wenn die Musik stimmt, wenn die Instrumente und der Gesang stimmen, dann singt man mit – und vergisst dabei die Parolen und akzeptiert sie, ohne wirklich nachzudenken.“ Musikalisch gute Musik könne Menschen von Inhalten überzeugen, ohne sie rational überzeugen zu müssen.
(…)
Marcus Kleiner wundert das nicht: Die Großparteien verstünden sich nicht gut darauf, ihren Wahlkampf musikalisch zu unterstützen, sagt er. „Es ist meistens prätentiös bis lächerlich und nicht überzeugend.“